Der Hexenmeister und ich klicken uns manchmal durch die Empfehlungen, die uns Netflix anbietet. Dabei haben wir uns einen ganzen Haufen von interessanten Animeserien auf die Liste gesetzt, bis diese beinahe aus allen Nähten platzte.
Da hatte der Hexenmeister eine Idee: Anstatt eine Serie durchzuschauen bzw. ein paar Folgen zu schauen und dann abzubrechen, sollten wir uns ein paar wichtige Punkte überlegen, nach denen wir eine Serie beurteilen. Dann würden wir uns die jeweils erste Folge jedes Animes ansehen und bewerten. Alle Titel, die eine festgesetzte Punktzahl nicht erreichen, würden wir nicht weiterschauen.
Gesagt, getan.
Wir einigten uns auf folgende wichtige Merkmale:
Figuren
Story
Atmosphäre
Stil
Ausserdem kann man bis zu zwei Bonuspunkte vergeben, wenn man sich die Serie wirklich gerne ansehen möchte.
Also setzten wir uns daran, mehrere Animeserien (das System kann natürlich auch auf nicht Animeserien angewendet werden) zu bewerten. Wir einigten uns darauf, dass wir Serien weiterschauen, die 30 oder mehr Punkte von insgesamt 40 erhielten.
Am meisten Punkte hat die Serie Blood Blockade Battlefront erhalten: insgesamt 36 Punkte. Darauf folgte unsere aktuelle Animeserie Kill La Kill mit 35 Punkten. Gleichviel erhielt Little Witch Academia. Ganz knapp mit 31 Punkten ist noch die Serie Noragami mit von der Partie.
Diese Serien werden wir uns also definitiv ansehen, also werden irgendwann wohl auch entsprechende Rezensionen hier auf dem Blog erscheinen.
Dann gab es noch die ganz grossen Verlierer. Derer möchte ich hier zwei erwähnen.
Girls und Panzer: Dies ist übrigens der Originaltitel. Deutsch ist in Japan gerade recht in. Auf jeden Fall mag ich Panzer und wollte die Serie deshalb schon sehen, als wir sie damals in Tokyo entdeckten. Die Mangareihe dazu lese ich auch und die macht echt Spass. Deshalb freute ich mich umso mehr, als wir den Anime auf Netflix entdeckten. Leider ist zumindest die erste Folge eine extreme Enttäuschung. Es ist nämlich ein reiner High School-Anime mit Mädelsgeschwafel. Also total öde und langweilig. Von der Panzeraction aus dem Manga keine Spur, dafür nur Drama und Tränen. Ne, sowas muss ich mir nicht ansehen. Trotz Panzer.
Aber den Vogel schiesst diese Serie ab: Neo Yokio
Netflix-Produktionen haben mich bisher immer überzeugt. Tja, und dann kommt da Neo Yokio... Ehrlich, schaut euch die erste Folge an - haltet es aus und ihr bekommt einen Award. Vor allem schaut euch die Folge im Original an und überlegt euch eure eigene Meinung zu Jordan Smiths Talent als Synchronsprecher. Ansonsten ist diese Serie eine einzige grosse Werbekampagne für irgendwelche Markenprodukte gepaart mit extrem schlechten Animationen. Schauderhaft. Echt, Netflix? Bitte bleib bei den guten Sachen und wir akzeptieren das hier als einmaligen Ausrutscher. Danke.
Auf jeden Fall hat sich dieses Projekt unterdessen bewährt, da wir aktuell tatsächlich Serien schauen, die wir beide sehr gut finden. Kein Rumgequäle mehr, kein Überlegen, wegen abbrechen oder nicht, sondern einfach viel Spass beim Animeschauen.