[Serien] Blue Mountain State Staffel 1 - 3 (inkl. Film "Rise of Thadland")


It's like doing a velvet bag of puppy ears!

Alex Moran (Darin Brooks) kommt frisch an die Blue Mountain State und hat eigentlich nichts Anderes vor, als es sich dort gut gehen zu lassen. Seine Ambitionen als Ersatz-Quarterback sind nicht gerade gross, dafür sind jene seines besten Freundes Sammy (Chris Romano) das Maskottchen des BMS-Teams zu werden. 

Wird das Football-Team der Universität es noch zu etwas bringen oder ist die Saison eh schon gelaufen?

Manchmal hat der Hexenmeister Einfälle. Und die setzt er dann auch durch. So geschehen bei Mister Gordon Ramsay oder Neo Yokio.  Meinereiner zieht dann mit. Doch als der Hexenmeister zum ersten Mal mit "Blue Mountian State" (kurz BMS) ankam, wollte ich erst auf die Barrikaden steigen. Wir einigten uns darauf, die erste Folge zu sehen und wenn es mir absolut nicht zusage, würden wir es sein lassen.

Wir haben alle Staffeln gesehen und den Film "Rise of Thadland" noch dazu.

Über eine wirkliche Handlung verfügt diese Serie nicht, auch nicht über Tiefgang (sie ist seicht wie eine Regenpfütze), die Charakterentwicklung ist marginal und alles dreht sich immer nur um dasselbe (Drogen, Partys, Sex).

Wieso mir BMS trotzdem so gut gefallen hat? Gute Frage, nächste Frage. Ich kann es an nichts festmachen, schon gar nicht an einer allfälligen Faszination für Lebensentwürfe, die meinem entgegengesetzt sind - nein, wirklich nicht. Die BMS wäre für mich die Hölle auf Erden, bzw. genau so stelle ich mir meine ganz persönliche Hölle vor.

ABER: die Serie ist lustig. Obwohl ich anfangs mit lahmen Gags gerechnet habe, fand ich mich kurz darauf aus tiefstem Herzen lachend vor. Zwar bleiben die wenigsten Witze wirklich im Kopf, aber für die Zeit, die sie dauern, sind sie super.


Wir haben uns BMS vor allem abends nach dem Arbeiten angeschaut. Das Schöne an dieser Serie ist, dass man nicht denken muss. Kein bisschen. Ich muss keine schauspielerische Darstellungen bewerten oder Charakterentwicklungen aufdecken, das gibt es da nicht und das will auch keiner. BMS ist reinste, pure Unterhaltung. Also genau das, was ich brauche, wenn ich völlig fertig bin und nur auf dem Sofa rumgammeln will.

Worin mich die Serie ebenfalls überrascht hat, ist ihre Unvorhersehbarkeit. Das hätte ich BMS ebenfalls nicht gegeben. Ich dachte eher, dass sich dasselbe Muster mit der Zeit einfach wiederholt, was es in gewissem Sinne auch tut; aber die einzelnen Geschichten haben immer wieder einen unerwarteten Twist oder gehen in eine völlig andere Richtung als gedacht.

Ein weiteres Mal war ich skeptisch, als es um den Film "Rise of Thadland" ging. Kann sich das, was bei mir überraschenderweise als Serie funktioniert hat, auch in Spielfilmlänge beweisen? Eher nicht, war mein vorausgreifendes Fazit, da ich an diese in meinen Augen überhaupt nicht komischen Comedy-Filme aus Amerika denken musste, die ich in meinem Leben bereits gesehen hatte.

ABER: Thadland hat funktioniert! Keine Ahnung wie, aber es hat funktioniert. Ausserdem bietet der Film den Abschluss, den sie Serie nicht bekommen hat, sodass man danach wirklich mit der BMS abschliessen kann.

Klar, so im Nachhinein fallen einem viele Dinge auf, die störend wirken oder man merkt, wie von sich selbst eingenommen manche Figuren sind, aber während des Schauens hat mich das meistens gar nicht gestört. Von daher habe ich also praktisch nur positive Erinnerungen an Film und Serie.

Kommentare :

  1. Okay. Ich muss zugeben, das ist dass erste Mal, dass ich eine hauptsächlich positive Rezi von dir lese, und ich dennoch nicht so ganz schlüssig bin, was ich von dem Werk jetzt halten soll.

    Ich denk, einfach mal ansehen, und jeder soll für sich selbst eine Meinung bilden.

    Gut, sollte man eigentlich bei jedem Film, bei jeder Serie machen, aber hier im Speziellen anscheinend.

    LG
    Stephan

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