[Sonstiges] Der Bechdel-Test

Als wir uns am Samstagabend "The Avengers" angesehen haben, habe ich spontan beschlossen, in meine Rezis von nun an auch den Bechdel-Test mit einzuschliessen. Da ich mit meinem Rezis immer etwas zurückliege (man hat sich Filme einfach schneller angeschaut als rezensiert...), wird dieser Punkt ab dem oben genannten Film eingesetzt.

Was ist der Bechdel-Test?

Zum ersten Mal stolperte ich im Literaturschock-Forum über diesen Test. Dieser Test wurde zum ersten mal in Alison Bechdels Comicstrip "Dykes to Watch Out for" genannt, daher kommt auch der Name. In diesem Test geht es darum, ein Buch oder einen Film auf folgende Punkte zu analysieren:
1. Es kommen zwei Frauen vor
2. Die miteinander sprechen
3. Über etwas anders als einen Mann

Unterdessen wurde der Test oft modifiziert, zum Beispiel sollen die Frauen auch Namen haben oder länger als zwei Minuten/zwei Seiten lang miteinander sprechen. Ich werde mich wohl auf die drei Grundpfeiler stützen, vielleicht aber auch die anderen Punkte erwähnen.

Und wieso das Ganze?

Ich möchte mit dem Genre Film auf eine neue, vertiefte Art und Weise nähern. Dem liegt der Wunsch zugrunde, Filme nicht einfach nur zu schauen, sondern sich auch damit zu beschäftigen. Bei der Lektüre von Büchern bin ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt, deshalb lasse ich den Test dort weg, aber ich habe das Gefühl, bei Filmen kann ich dies gut unterbringen (bei Serien werde ich es übrigens auch sein lassen).

Film fällt durch = schlechter Film?

NEIN! Diese Analyse soll einfach nur eine Möglichkeit darstellen, Filme etwas anders zu betrachten. Ob der Bechdel-Test nun bestanden wird oder nicht, hat mit meiner eigentlichen Rezi dazu nichts zu tun. Je nach Film werde ich wohl auf die Rolle der Frau eingehen (z.B. wie bei "Aristocats"), aber der Bechdel-Test wird selbstständig aufgeführt.

Einen Versuch ist es zumindest mal wert :)

[Serien] Doctor Who Staffel 7

Die siebte Staffel von "Doctor Who" ist auch die letzte von Matt Smith, der sich eine grosse Fanbasis aufgebaut hat. Natürlich gab es zum Ende hin viele Abschiedstränen der Fans und auch ich habe die letzten Folgen hinausgezögert.

Jedoch lag das wohl teilweise auch an Clara (Jenna Coleman), die ich von allen Begleiterinnen am wenigsten mag. Ihre Art ist mir ein wenig suspekt, doch schlussendlich mochte ich sie doch ein kleines Stückchen mehr. Und es braucht auch sie, so wie es alle anderen Leute auch gebraucht hat.

Diese Staffel sticht vor allem durch die letzten Folgen und die Extras hervor: "Der Name des Doktors", "Der Tag des Doktors" und die "Stunde des Doktors". Alles grandiose Geschichten, die (im Gegensatz zu vielen der normalen Episoden) den Hintergrund des Doktors beleuchten und den roten Faden der ganzen Serie vorantreiben.

In "Der Tag des Doktors" gibt es ein Wiedersehen mit David Tennant, dem gefühlt noch immer beliebtesten Darsteller des Doctors, und auch Rose Tyler (Billie Piper) gibt indirekt ihren Senf dazu. Wirklich toll fand ich John Hurt (u.a. bekannt aus "V für Vendetta") in seiner Rolle als "The War Doctor". Ich bin der Ansicht, dass es vor allem Hurts schauspielerischem Talent verschuldet ist, dass der War Doctor die Grösse erlangt hat, die er in der Fangemeinde geniesst.

Ansonsten bietet diese Staffel die gewohnte Mischung aus Aliens, Wegrennen, Witz und Tragödie, die man von "Doctor Who" gewohnt ist.

[Filme] The Maze Runner

Ohne Erinnerung wacht Thomas inmitten einer Gruppe Jungen auf. Sie alle wurden inmitten eines riesigen Labyrinthes ausgesetzt und versuchen so gut es geht, am Leben zu bleiben. Die schnellsten und stärksten der Jungen werden so genannte "Maze Runner" und erforschen das riesige Labyrinth, in dem es vor Gefahren nur so wimmelt. Doch Thomas hat nicht im Sinn, es sich hier gemütlich zu machen. Er will raus, komme, was da wolle!

Bevor wir uns diesen Film angesehen haben, hatte ich bereits einige Rezensionen dazu gelesen. Fazit: Als Buchverfilmung taugt "The Maze Runner" anscheinend nicht viel. Zum Glück habe ich das Buch dazu noch nicht gelesen, denn so konnte ich mir diesen Film ansehen, ohne darüber nachzudenken, was alles geändert worden ist.

An Dylan O'Brien als Thomas musste ich mich erst ein wenig gewöhnen. Anfangs war er mir leicht unsympatisch und auch der gespielte Charakter fand ich etwas zu aufgeplustert. Aber das legte sich mit der Zeit und "The Maze Runner" entpuppte sich als gar nicht so schlechter Film. Wobei ich, wie gesagt, das Original nicht kenne.

Aber Spannung war vorhanden und es gibt genug Figuren, die man mögen oder eben nicht mögen kann. Ich bettelte darum, dass meine Lieblinge überleben, und war natürlich auch sehr neugierig darauf, was da draussen im Labyrinth eigentlich vor sich geht.

Während des Schauens fragte ich mich des Öfteren, welche Teile nun vor Green Screen gemacht wurden und welche nicht. Jedenfalls ist das Gesamtbild der kleinen Oase inmitten des Labyrinthes, die hohen Schluchten und die seltsamen Wesen sehr stimmig gemacht. Alles passt perfekt zueinander und es gibt keine Szenen, die wirken, als hätte man sie mit Heisskleber zusammengebastelt (wie in manch anderen Filmen).

Unterdessen stehen die Bücher natürlich auf meiner Wunschliste und auch den nächsten Film möchte ich mir gerne ansehen. Ich bin gespannt darauf, was aus der Gruppe wird. Natürlich interessieren mich auch die Unterschiede zwischen Original und Film. Diesbezüglich werde ich mich überraschen lassen.

[Spiel des Lebens] Welcher Schauspieler ist gesucht? #1



Und wieder eine Idee des Hexenmeisters, die wir in die Tat umsetzen. Es ist ein kleine Spiel, das einfach nur Spass machen soll.

Im "Spiel des Lebens" stelle ich jeweils ca. Mitte Monat eine fiktive Biographie auf den Blog und eure Aufgabe ist es, zu erraten, um welchen Schauspieler es sich handelt.

Die Biographie wird aufgrund der Rollen, die er gespielt hat, erstellt. Es hat also nichts mit dem wirklichen Leben des Schauspielers bzw. der Schauspielerin zu tun, sondern nur mit den Rollen, die diese Person in ihrem Leben gespielt hat.

Ich hoffe, es ist nicht zu schwierig, aber ich bin auch immer bereit, Tipps zu geben und nachzuhelfen. So wie ich mich kenne, wird es meistens ein Darsteller aus einem Film sein, den wir kürzlich gesehen haben. Somit könnt ihr euch an den hiesigen Rezis und der Liste "Auf eine Rezension warten" orientieren.

Wollen wir es mal versuchen? Auf geht's zur Runde eins!

"Aufgewachsen auf einer Insel, musste X nach dem Tod der Eltern die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister übernehmen. Während seiner Zeit an der Universität war er für das dortige Football-Team verantwortlich, doch viel mehr als das faszinierte ihn der Rennsport. X feierte einige grosse Erfolge, zog sich nach einem tragischen Unfall jedoch von diesem zurück.
Während der Zombie-Apokalypse verlor er seinen Sohn und trat deshalb dem Secret Service bei. Auf der Suche nach seinem Sohn geht er sogar so weit, an illegalen Kämpfen teilzunehmen. Nach vielen blutigen Auseinandersetzungen zog er sich in einen tiefen, dunklen Wald zurück und arbeitet nun als  Sicherheitschef in einem Hotel."

Welcher Schauspieler ist gesucht?

[Filme] The Interview

Kein anderer Film hat in der letzten Zeit die Medien so beschäftigt wie "The Interview". Höchste Zeit also, sich selber mal eine Meinung dazu zu bilden.

Zu Beginn ist der Film wirklich gut. Er ist lustig, treffsichere Pointen und eine tatsächlich frische Idee. Dave Skylark (James Franco) ist der typische extrovertierte amerikanische Überflieger und will jetzt endlich mal etwas Ernstes machen: Ein Interview, wie es noch nie zuvor dagewesen ist. Ein Interview mit Kim Jong-un. Zusammen mit seinem Produzent Aaron (Seth Rogen) geht es auf nach Nord-Korea!

Tatsächlich - die erste Hälfte von "The Interview" ist wirklich gut gemacht. Witze, die in Erinnerung bleiben, und nur ein paar Sprüche, die unter die Gürtellinie gehen. Der Film hebt sich von der Masse ab und nimmt einige aktuelle Themen auf. 

Doch anstatt diese Themen zu verarbeiten, werden sie einfach beiseite geschoben. Ab der zweiten Hälfte sinkt die Qualität des Filmes so stark ab, dass nicht einmal der gelungene Anfang den Streifen noch retten kann.

Alles driftet ab in ein plumpes "Amerika ist das beste Land der Welt"-Gedöns und irgendjemand wollte aus "The Interview" wohl unbedingt ein Actionfilm machen. Leider geht das sowas von daneben. Der Film ist nicht mehr witzig, hat kaum noch Pep und die Actionsequenzen sind einfach nur lahm und dazu noch übertrieben.

Dass dann auch noch Katy Perry zur Retterin der amerikanischen Nation vor dem Bösen der Welt wird, passt wirklich wie die Faust aufs Auge.

Wir wissen ja, dass Amerikaner patriotisch sind, aber das, was aus "The Interview" wird, ist mehr als Vaterlandsliebe. Andere Länder werden vor der Weltbevölkerung degradiert und verspottet, ohne dass man eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet.

Die Idee hinter diesem Film ist gut, man hätte hier einiges herausholen können. Leider wurden all diese Möglichkeiten in die Tonne hinter McDonald's gekippt, während das ganze Produktionsteam eine Runde Hamburger ass und dazu lautstark Katy Perry-Lieder grölte.

[Filme] Dumm & Dümmehr

Vor Jahren schon hatte ich mir mal "so nebenbei" den Film "Dumm & Dümmer" angesehen. Typischer amerikanischer Humor, unterhält kurzfristig.

Nun kam also eine Fortsetzung. Muss man die sehen? Nein. Aber man kann. Auch hier: Unterhält kurzfristig, ist aber weniger blöd, als erwartet. Sogar mit dem Fäkalhumor hält man sich in Grenzen. Vielleicht hat Amerika langsam erkannt, dass es eine zeitlang zu viel des Guten war. Oder wir sind alle schon so abgestumpft, dass es uns gar nicht mehr stört. Wer weiss.

Lloyd und Harry machen sich gemeinsam auf die Suche nach Harrys Tochter, damit diese eine Niere spenden kann. Dabei kreuzen sie jedoch die Pläne eines Verbrecherpärchens...

Sehr viel mehr  kann man eigentlich nicht zu diesem Film sagen. Er ist sehr kurzweilig, kann unterhalten, bietet sogar etwas Abwechslung und vor allem: er macht wirklich Spass. Jim Carrey mochte ich eigentlich schon immer, wer ihn nicht mag, soll sich seine Filme auch  nicht ansehen. So einfach ist das.

Es gibt einige gute Pointen und gelungene Situationskomik. Ich erinnere mich zu wenig an den ersten Teil, als dass ich Vergleiche ziehen könnte. Also sage ich nur, dass ich positiv überrascht war von "Dumm und Dümmehr", denn ich hätte nicht gedacht, dass der Film tatsächlich lustig sein kann.

Leider gibt es keine rechten Brüller oder Schenkelklopfer und keine Zitate, die wirklich im Kopf bleiben. So vergeht zwar die Zeit, die man mit Lloyd und Harry verbringt, sehr schnell, aber genauso schnell verblasst der Film auch wieder.

Aber mich persönlich stört das nicht einmal. Je nachdem kann man sich den Film ja noch einmal anschauen.

[Filme] The Purge 2: Anarchy

Nachdem uns der erste Film um die Purge Night nicht sonderlich zugesagt hatte, wollten wir es mit "Anarchy" eigentlich gar nicht erst versuchen. Aber mehrere Leute und deren positive Meinungen schafften es dann doch, dass wir uns vor den Fernseher sass und uns "The Purge: Anarchy" ansahen.

Und ich muss sagen - danke euch! Dieser Film ist ein ganzes Stück besser als der erste! Natürlich rennen auch hier wieder ein paar Idioten rum (Wenn er euch hätte umbringen wollen, hätte er es längst getan und bitte, bitte mach einfach was der Typ sagt, der Ahnung hat, was er tut), aber die Idiotie der Charaktere aus dem ersten Purge-Film wurde behoben.

Die Abläufe sind logischer, die Spannung tatsächlich vorhanden und der Film versucht auch, kritische Fragen aufzuwerfen. Das wurde in "The Purge" zwar auch versucht, aber eher hilflos umgesetzt. In "The Purge: Anarchy" funktioniert es schon besser. Schade, dass dieser Zug erst gegen Ende aufgegriffen wird und deshalb wenig Zeit bleibt, um wirklich damit zu arbeiten.

Vor allem an der Atmosphäre wurde gearbeitet. Anstatt in einem Haus eingesperrt, spielt sich der Film auf offener Strasse ab. Was passiert während einer Purge-Nacht? Wer sind die Leute mit den Masken? Helfen oder weitergehen? Diese Fragen bringen Spannung in die Geschichte und bringen einen dazu, weiterzuschauen. 

Auch die Figuren sind besser ausgearbeitet. Ihre Handlungen nachvollziehbarer und sie entwickeln sich tatsächlich weiter. Auch wenn ich einigen das gar nicht zugetraut hätte.

"The Purge: Anarchy" hat sich im Verlgeich zum Vorgänger ein ganzes Stück weiterentwickelt und das definitiv hin zum Guten. Ich habe den Film sehr gerne geschaut und bin gespannt, ob die Reihe weitergeführt. Falls ja, bin ich auch beim nächsten Streifen wieder mit von der Partie. 

Den Gedanken um die "Purge-Nacht" finde ich nämlich noch immer sehr faszinierend.



[Award] Discover new blogs!

 

Von Stephan erhielt ich diesen tollen Award! Vielen Dank *freu*
Es geht darum, Fragen zu beantworten und danach selber welche zu stellen. Da ich jedoch schon vom Bücherblog her Fragen gestellt und Blogs nominiert habe, werde ich hier einfach Stephans Fragebogen ausfüllen.

Auf los geht's los!

1. Welches ist dein liebster James-Bond-Darsteller?
Ich kenne leider nicht so viele Bond-Filme *hust* Daniel Craig ist zwar in Ordnung, aber irgendwie habe ich bei den anderen Darstellern mehr dieses typische "James Bond-Gefühl". Aber einen Liebling kann ich leider grad nicht nennen.
2. Angenommen, die Welt geht unter, und zu diesem Anlass feierst du eine Abschlussparty, welche Stars würdest du einladen? (Die Idee zu der Frage kam mir durch den Film "Das ist das Ende" mit Seth Rogen)
Ui, ich hab's nicht so mit Stars... Ich würde wohl meine Lieblingsbands einladen: Good Charlotte und Simple Plan. Für eine gute Freundin noch Nickelback. Johnny Depp natürlich, das wäre nett. Oh ja, und die Queen!
3. Angenommen, du möchtest als Profikiller arbeiten, wie würdest du vorgehen? Ruhig, in dich gehend, wie zum Beispiel Forest Whitaker in "Ghost Dog - Der Weg des Samurai", unsichtbar wie "Hitman 47" oder doch mit einem lauten Knall wie zum Beispiel Chow Yun-Fat in "The Replacement Killers"?
Geile Frage! Am liebsten wäre ich ja ein Sniper, aber dafür zittere ich wohl zu viel. Bin beim Game "Sniper" auch nie wirklich weit gekommen (die Hühner! Diese Hühner!). Also doch lieber mit einem lauten Knall und vor allem viel, viel Sprengstoff. So ein bisschen Expandables-mässig.
4. Welcher "Star Wars"-Charakter passt eher zu dir?
Mami, der Wookiee ist mir nach Hause gefolgt. Darf ich ihn behalten? :D

5. Charlie Harper oder Walden Schmidt, wer ist dein Favorit?
Charlie. Ende der Diskussion.

6. Was würdest du tun, und wann, wenn du durch die Zeit reisen könntest?
Den Doktor treffen! *g* Irgendwie :D
Ich glaube, ich würde  kreuz und quer durch die Zeit hüpfen. Das Frankreich von Luis XIV, die 70er, 60er, 50er, 30er, 20er, der Mauerfall, das Mittelalter und die Dinos - wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, ich würde mir alles ansehen.
7. Mit welchem "American Pie"-Charakter würdest du eher eine Beziehung eingehen?
Ich hab den Hexenmeister, das ist nah genug dran ;)
8. Würdest du einen Job bei den "Men in Black" annehmen?Sowas von! Ich glaube, ich würde auch den Job als Telefonistin bei den Ghost Busters annehmen. Und jetzt bitte mal hierhin schauen *swush*
9. Welcher "Simpsons"-Charakter passt eher zu dir?
Ich würde ja gerne sagen, dass es Lisa ist, aber ich glaube, die ist zu klug für mich. Also denke ich mal, Milhouse :)
10. Du hörst ein merkwürdiges Geräusch, gehst du nachsehen, worum es sich handelt?Ich würde denken, es sind die Katzen, die Mist bauen, und mit dem weitermachen, womit ich gerade beschäftigt war *g*
11. Wo würdest du lieber Urlaub machen, in Venedig, oder in einer abgelegenen Hütte im Wald?
In Venedig war ich schon mal. Sehr schön, hat mir gut gefallen. Aber die abgelegene Hütte wäre auch nichts für mich. Wieso steht New York nicht zur Auswahl? Oder London?

Oh, schon fertig? :(
Hat Spass gemacht, ich liebe solche Sachen :D

[Filme] Jurassic Parc

Co-Post mit Jaris Büchergebrabbel


Steven Spielbergs „Jurassic Park“ gehört zu den berühmtesten Filmen der Geschichte. Egal, ob man es nun als Buchverfilmung oder einfach als Kinofilm betrachtet – jp hat den Platz auf dem goldenen Treppchen wirklich verdient.

Bis zum Auftauchen des T-Rex sind die Änderungen im Bezug auf das Buch minimal (das Alter der Kinder z.B. wurde vertauscht und Ellie und Alan haben keine Beziehung). Aber all das lässt sich leicht verschmerzen, da die Änderungen geschahen, um den Film verständlicher zu machen.

Doch auch als der Film dann eine ewtwas andere Richtung einschlug als das Buch, passte doch alles wunderbar. Ich war anfangs skeptisch bezüglich "Jurassic Park". Das Buch hat so viel Tiefe und Hintergrund. Wie will ein Film das alles wiedergeben? Aber ich muss zugeben, ich war beindruckt: Spielberg schafft es, Crichtons Kritik aufzugreifen, und trotzdem einen spannenden Abenteuerfilm daraus zu machen.

Das liegt vor allem daran, dass die Figuren richtig gut übernommen wurden. Texte von Malcolm wurden teilweise direkt aus dem Buch zitiert. Das schafft nicht jeder Regisseur und auch nicht jeder Schauspieler. Natürlich wurden die Rollen von Lex und Timmy ausgetauscht, aber auch das passt irgendwie in die Szene. Jeder Schauspieler wurde sehr gut ausgewählt. Hier trifft Talent auf Talent und vor allem Sam Neilö als Alan überzeugt. Auch Jeff Goldblum, der Malcolm mimt, passt hervorragend in die Runde.

Man merkt sofort, dass man das Original nicht einfach zu Geld machen möchte, sondern dass damit gearbeitet wird und sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Nein, das hätte ich Spielberg irgendwie nicht zugetraut und ich bin hin und weg. Der Film hält sich wirklich ans Buch, aber nur so weit, dass auch die eigenen Bilder nicht aus dem Kopf verdrängt werden. Und das ist eine grandiose Leistung, die Lob und Ehrerbietung verlangt. Natürlich tut es dem Film auch gut, dass Michael Crichton selbst daran mitgearbeitet hat. Denn so kann man meiner Meinung nach ein Buch so verfilmen, dass die ursprünglichen Werte des Schriftstellers nicht verloren gehen.

Dafür, dass der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, finde ich die Dinosaurier sehr gut animiert. Das Alter merkt man "Jurassic Park" vor allem aufgrund der Mode und der verwendeten Computern an. Lustig, wie die Zeit vergeht.

Ich bin sehr heikel, was Buchverfilmungen betrifft. Vor allem, wenn ich das Buch sehr mag, wie in diesem Falle. Aber "Jurassic Park" ist eine wirklich gut gelungene Verfilmung mit einer ausbalancierten Mischung aus Eigenständikeit und Originaltreue. Nicht jeder schafft das. Spielberg ist das beinahe Unmögliche gelungen: Dass mir eine Buchverfilmung wirklich gut gefällt. Das will was heissen!