[Filme] Dune - Der Wüstenplanet

Dune, 1984

I must not fear. Fear is the mind-killer. Fear is the little-death that brings total obliteration. I will face my fear. I will permit it to pass over me and through me. And when my fear is gone I will turn and face fear's path, and only I will remain.

Im Jahr 10191 herrscht eine riesige Nachfrage nach einer Droge namens "Spice", die auch als Antrieb für Reisen in Überschallgeschwindigkeit benutzt werden kann.

Der junge Paul Atreides (Kyle MacLachlan) begibt sich zusammen mit seinem Vater Herzog Leto Atreides (Jürgen Prochnow) und seiner Mutter Jessica (Francesca Annis) auf zum Planeten Arrakis - dem einzigen Ort, an dem das "Spice" abgebaut werden kann. Wer diesen Planeten beherrscht, hat somit die Macht.

Baron Vladimir Harkonnen (Kenneth McMillan) nutzt diese Chance und plant den Tod der gesamten Familie...

"Dune - Der Wüstenplanet" ist ein Klassiker der Sci-Fi-Filme und landete deswegen auf unserem Blu Ray-Stapel. Nachdem wir lange eher skeptisch um diesen Film herumgeschlichen sind, hiess es dann irgendwann "jetzt oder nie!" - wir haben es nicht bereut.

Es ist ein riesiges und sehr komplexes Universum, in das wir hier eingeführt werden. Aus diesem Grund wird sehr viel gesprochen, dies um dem Zuschauer diese ganze Welt und ihre Politik zu erklären. Deshalb fiel es mir auch eher schwer eine Zusammenfassung zu schreiben. Hier greift wirklich sehr viel ineinander.

Man braucht also etwas Durchhaltevermögen, bis die ersten Dinge gesetzt sind. Doch dann entwickelt sich "Dune" mehr und mehr zu einem schillernden Sci-Fi-Erlebnis mit ganz ungewohnten Elementen. Dieser Titel bewegt sich abseites des Mainstreams, obwohl er mit denselben Elementen spielt.

Nur zu gerne liess ich mich also auf dieses Abenteuer ein. Spannend dabei ist, dass dieser Film, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, Themen aufgreift, die doch noch immer brandaktuell sind. Rassismus, Umweltzerstörung, Geldgier, Macht... - Themen, die die Menschheit auch in (ferner) Zukunft begleiten werden.

An einigen Stellen mag der Titel wirr und undurchschaubar wirken, aber das erklärt sich, wenn man sich den Hintergrund genauer ansieht. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Frank Herbert, das über 800 Seiten hat. Dass man da natürlich nicht alles in einen zweistündigen Film hineinpacken kann, ist klar. Das verlangt auch keiner.

Ohne die literarische Vorlage zu kennen (wobei sich der Hexenmeister nach dem Schauen tatsächlich das Buch geholt hat), wirkt "Dune" tatsächlich etwas überladen, die Dialoge holprig, aber dennoch hat der Film so viel Ausstrahlung und Charme, dass man sich ihm nicht entziehen kann.

Für sein Alter sind die Effekte sehr gut gemacht, ich war echt überrascht. Natürlich sind die Spuren der Zeit auch hier nicht zu übersehen, aber genau das macht viel des oben erwähnten Charmes aus. Zumindest aus meiner Sicht. Man hat sich viel Mühe gegeben, dem Zuschauer diese Welt zu erklären und näher zu bringen, hat gezielt Effekte eingefügt und einen ganzen Schwarm von berühmten Schauspielern dazugeholt.

Dieser Streifen ist wirklich etwas Besonderes, etwas Spezielles, etwas für Liebhaber. Für mich war es ein sehr interessantes Abenteuer, spannend und bereichernd. Ich kann verstehen, dass dies nicht jedem so gehen wird, deshalb sollte man ein Faible für Sci-Fi haben, wenn man sich auf "Dune" einlässt.

Bechdel-Test: naja bestanden
Es gibt einige kurze Sätze, aber ansonsten sind die Frauenfiguren um Paul zentriert. Was aber nichts daran ändert, dass der Film mit starken weiblichen Rollen aufwartet. Vor allem zum Schluss wird Pauls kleine Schwester noch eine wichtige Rolle spielen.

Lieblingsszene: Jene, in der sie zum ersten Mal über die Sanddünen fahren/fliegen.



Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Dune
Regisseur:  David Lynch
Label: Unviersal
Laufzeit: 137 Minuten
FSK: ab 16
Erscheinungstermin: 1984

Kommentare :

  1. Es gibt bereits mehrere Adaptionen von "Dune", sei es jetzt als Serie oder als Film. Und ich habe immer noch keine einzige gesehen.

    LG
    Stephan

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    1. Zum Glück laufen die dir ja nicht weg ;)

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    2. Das ist echt mein Glück. ;-)

      LG
      Stephan

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    3. Das denke ich mir auch oft bei all den Sachen, die ich noch sehen will :D

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