[Filme] The Thompsons


Die Kult-Vampir-Familie ist zurück

Unter dem Namen Thompson ist die Vampir-Familie um Francis (Cory Knauf) nach England geflohen. Hier hoffen sie, Hilfe zu finden, um ihren jüngsten Bruder Lenny (Ryan Hartwig) zu retten.

Auf ihrer Suche stösst die Familie auf einen alten Vampirclan namens Stuart. Diese versprechen Hilfe und Anschluss unter ihresgleichen. Doch eigentlich verfolgen sie ganz eigene Pläne...

Wenn ich ehrlich sein darf, bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich eine "richtige" Rezension zu diesem Film hinbekomme. Allzu viel zu sagen gibt es dazu nämlich nicht. Aber versuchen wir es mal.

Für einen Wühlkisten-Film war ich überrascht, wie klar und scharf das Bild war. Natürlich gibt es Titel mit höherem Budget für bessere Kameras, aber gewöhnlich findet man diese nicht unbedingt in den 2 EUR-Ecken der Geschäfte wieder.

Leider war das dann auch schon der einzig positive Punkt. Es war zwar nicht so ein ernüchterndes Erlebnis wie z.B. "Mall", aber auch kein Film, den ich unbedingt weiterempfehlen würde. Ich muss jedoch anführen, dass es ein Sequel zu "The Hamiltons" ist und vielleicht kann man mit "The Thompsons" mehr anfangen, wenn man den anderen Film auch kennt.

Das Hauptproblem bei diesem Film ist eindeutig das Drehbuch. Hier hapert es ziemlich. Die Grundidee ist nicht schlecht und versucht dem Thema "Vampire" etwas Neues zu verpassen. Auch wie Francis die Geschichte erzählt ist eigentlich sehr sympathisch und ein netter Einfall. 

Aber das bringt alles nichts, wenn die Handlung nicht packt. Und das tut sie nicht. Der Spannungsbogen fehlt völlig und auch wenn einige blutige und emotionale Szenen eingebaut sind, so konnte ich  mich doch nicht umhin, mich während des Schauens zu langweilen. Für mich persönlich ein schlechtes Zeichen. Zwischendurch haben der Hexenmeister und ich uns über banale Dinge unterhalten, die nichts mit dem Film zu tun hatten, und haben dabei das Geschehen auf dem Bildschirm aussen vor gelassen.

Man versucht, den Figuren Leben einzuhauchen, aber leider klappt das nur halbwegs. Aber ich schätze es, dass man zumindest Ansatzweise Charaktere hinbekommen hat, die das Potential hätten, etwas darzustellen. Doch vor dem obig genannten Hintergrund können sie sich nicht wirklich entfalten. Dazu kommt, dass für eine Laufzeit von ca. 90 Minuten zu viele Figuren vorkommen. Die meisten davon sind nicht einmal wichtig für die Handlung. Man hätte ein paar streichen können, um sich besser auf den Rest zu konzentrieren.

Was mir dagegen ziemlich negativ aufgefallen ist, ist eine angedeutete Vergewaltigungsszene. Wenn man zwei der Figuren glauben darf, hat diese Vergewaltigung auch stattgefunden, aber so richtig wissen wir das nicht. Nun gut, was mich aber wirklich stört, ist der Umgang damit. Hinterher taucht die Schwester einfach auf, als wäre nichts gewesen. Also ist entweder doch nichts passiert, aber dann kommuniziert uns das auch, oder der Film möchte uns sagen, dass die Frau die Szene völlig in Ordnung gefunden hat. Ich persönlich finde jedoch, dass so etwas nicht einfach unter "ferner liefen" behandelt werden sollte und schon gar nicht so, dass man es so auffassen kann, als wäre es völlig in Ordnung, jemanden zu vergewaltigen. Das ist pietätlos, entwürdigend und herablassend.

Nun habe ich es doch geschafft, den Inhalt von "The Thompsons" auf Rezensionslänge zu bringen. Ich bin fast ein wenig stolz auf mich!

Bechdel-Test: nicht bestanden
Nicht wirklich, auch nicht genug für ein "naja". Es kommen zwar drei Frauen vor, aber scheinbar haben die sich nicht viel zu sagen.

Lieblingsszene: Francis' cooler Auszug aus London.



Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: The Thompsons
Regisseur: The Butcher Brothers
Label: Accent Film
Laufzeit: 82 Minuten
FSK: ab 18
Erscheinungstermin: 21.08.2012

Kommentare :

  1. Ich kenne weder "The Hamiltons", noch "The Thompsons". Anscheinend habe ich aber nicht sonderlich viel verpasst.

    Und das ist ja das Tolle an sogenannten Wühlkisten-Filmen, für 2 Euro ist nichts verhauen. Außer vielleicht deine Zeit. ;-)

    LG
    Stephan

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    1. Genau, du hast echt nichts verpasst, und wir nicht viel verloren, ausser 82 Minuten unseres Lebens :D

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    2. Ihr müsst es positiv sehen:
      Der Film hätte auch 100 Minuten laufen können. ;-)

      LG
      Stephan

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    3. Es gibt immer eine positive Seite :D

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