[Serien] Nightmares & Dreamscapes

Stephen King's Albträume,

Give us a cigarette, love. 

Stephen King ist der König des Grusels und in dieser Mini-Serie werden uns acht unterschiedliche Kurzgeschichten von King erzählt. Ob es sich hier nun um ein seltsames Stadtviertel handelt, ein schauriges Bild oder um eine Karte, die zu Reichtum führt - alles wirkt auf den ersten Blick harmlos, bis uns das Grauen erwischt...

Der Name Stephen King ist allen bekannt. Ob nun seine Bücher oder die Verfilmungen eben jener gemeint sind. "Nightmares & Dreamscapes" ist eine Sammlung mit Kurzgeschichten des Horror-Kings, die 2006 von TNT in einer Mini-Serie verfilmt wurden. Dabei stammen zwar nicht alle adaptierten Geschichten aus dem ursprünglichen Buch, sondern wurden auch aus anderen Veröffentlichungen Kings zusammengetragen, doch tut das nichts zur Sache (finde ich).

Angeblich war die Serie ein grosser Erfolg. Diese Meinung kann ich, 10 Jahre nach der Veröffentlichung, leider nicht teilen. Dabei liegt es nicht an den Animationen, die aus heutiger Sicht eher niedlich oder plump daherkommen, sondern am fehlenden "King-Feeling".

In jeder guten Verfilmung (auch in "The Shining", die King selber ja nicht so gut fand) herrscht ein gewisses Mass an bedrohlicher Stimmung, die Neugierde, aber auch Vorsicht weckt. Man will wissen, was geschieht, aber gleichzeitig weiss man, dass man es vielleicht doch lieber nicht wissen sollte. Leider kommt bei keiner der Folgen der "Nightmares & Dreamscapes"-Serie dieses Gefühl auf.

Natürlich kann dies daran liegen, dass man nicht die Zeit eines Spielfilmes zur Verfügung hatte, dennoch fehlte es mir auch sonst an Spannung oder Zug. Von den acht Geschichten gefiel mir genau eine einzige (die mit dem Bild), das war auch die einzige Episode, die ein wenig gruselig war. Alle anderen waren ziemlich vorhersehbar.

Manche Folgen hatten anfangs doch noch die Fähigkeit, Interesse zu wecken. Doch mehr und mehr verliert sich dieses Interesse. Stimmung kommt kaum auf und obwohl die Schauspieler angeblich sehr gut sein sollen, hatte ich diesbezüglich eine andere Meinung. Sie wirkten total austauschbar, was auch an ihren Rollen liegen könnte. Aber auch Emotionen werden kaum transportiert und alles bleibt irgendwie oberflächlich.

Schade, dass die Serie nicht wirklich überzeugend ist. Man hätte bestimmt mehr aus den Geschichten rausholen können. Da es sich nur um acht Episoden handelt, haben wir die Mini-Serie dennoch zu Ende geschaut.

Kommentare :

  1. Freut mich auf diesem Gebiet ganz besonders, wenn ich immer was dazulernen kann:
    Bisher dachte ich, ich kenne alle Stephen-King-Verfilmungen, diese Miniserie hier ist mir allerdings nicht bekannt.

    Ich bin ja der Meinung, dass gut 70, 80 Prozent der Stephen-King-Verfilmungen eher durchschnittlich, lahm, sind, aber unter den unzähligen Werken finden sich dennoch einige wahre Schätze ("Shining", "Christine", "Die Verurteilten", "The Green Mile", "Carrie", "Misery" um nur mal einige mir spontan eingefallene Verfilmungen zu erwähnen). Ich denke, bei einer Stephen-King-Verfilmung kommt es wirklich darauf an, wie der Regisseur und der Drehbuchautor das jeweilige Werk interpretieren.

    LG
    Stephan

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    1. Schön, dass ich dich auf diese Mini-Serien aufmerksam machen konnte :)

      Die Verfilmungen, die ich bisher gesehen habe, waren eigentlich alle gut bis sehr gut (Neue Version von Carrie, The Shining, The Stand). Ok, die Sache mit den Langoliers war kein Highlight, aber auch ganz in Ordnung. Natürlich The Green Mile - ein Meisterwerk.

      Aber ich gebe dir Recht, Regisseur und Drehbuchautor haben hier wirklich viel in der Hand.

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    2. Seit meinem Kommentar habe ich nachgedacht, und bin eigentlich interessanterweise auf immer mehr gute Verfilmungen gestoßen. :-)

      Und ehrlich gesagt, so richtig misslungene Stephen-King-Verfilmungen gibt es eigentlich eh nicht, so wollte ich es eigentlich auch wieder nicht rüberbringen, hätte man meinen ersten Kommentar so interpretiert.

      Du hast allerdings die bessere Wortwahl getroffen als ich:
      Die meisten Stephen-King-Verfilmungen sind kein Highlight.

      Obwohl ich ihn vor Jahren das erste und letzte Mal sah, kann ich "Thinner - Der Fluch" nicht mehr vergessen, der Film hatte für mich das gewisse Etwas, ich kann nur nicht erklären, was. Ein recht ordentliches B-Movie.

      Da merkt man übrigens, wie begehrt der Autor Stephen King ist, denn obwohl ich schon viele Verfilmungen seiner Werke gesehen habe, gibt es immer noch unzählige, die ich noch sehen möchte, ganz zu schweigen von denen, die mir plötzlich entgegenspringen, wie eben diese von dir erwähnte Miniserie zum Beispiel.
      "The Stand" will ich noch unbedingt sehen, so wie "Cujo". Also die beiden eben erwähnten Filme unbedingt, die anderen sozusagen nur so, um sie mal gesehen zu haben.

      Eigentlich könnte man einen eigenen Stephen-King-Blog (für seine Bücher und die dazugehörigen Verfilmungen) starten, da geht sicher der Stoff für neue Einträge nicht/niemals aus. ;-) :-)

      LG
      Stephan

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    3. Genau, viele sind tatsächlich kein Highlight. Wird vielleicht daran liegen, dass die Macher denken, dass alleine schon der Name "Stephen King" zieht. Wobei "The Shining" natürlich eine Ausnahme ist ;)

      "Thinner" habe ich noch nicht gesehen, aber bei all den Verfilmungen, die es gibt, ist das wohl auch nichts Besonderes ;) Stimmt, ein reiner Stephen King-Blog ist keine schlechte Idee :D

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    4. Aber faszinierend ist auch:
      Müsstest du dich jetzt entscheiden, welches die beste Stephen-King-Verfilmung ist, kannst du es nicht. Schon interessant, obwohl es eigentlich mehr durchschnittliche und unterdurchschnittliche Werke gibt, und nur einige wenige, die schwanken zwischen gut und sehr gut, könnte diese spärliche Anzahl letzterer immer noch nicht helfen zu einer Entscheidung zu führen. Also, gerade bei diesem Beispiel zeigt sehr deutlich, was für ein Phänomen Stephen King ist. (Dieser Gedanke kam mir gerade bei deiner "The Shining"-Erwähnung) :-)

      Kennst du diese Simpsons-Szene eigentlich schon (das Video ist leider in einer schlechten Qualität, aber die Dialoge sind dennoch verständlich):
      https://www.youtube.com/watch?v=I7KRaEh5olU

      LG
      Stephan

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    5. Stimmt schon. Auch wenn ich persönlich immer noch zu "The Shining" tendiere, aber dann komme ich gleich ins Grübeln. Interessante These, die du da aufstellst.

      *G* Die Szene ist wirklich gut. Und passt sehr gut.
      Dann werfe ich gleich noch meine liebste Stephen King-Cartoon-Szene mit ein:

      https://www.youtube.com/watch?v=22qd39Xxbqk

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    6. Danke für deine liebste Stephen-King-Cartoon-Szene, die ist ebenfalls wirklich gut. :-)

      LG
      Stephan

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