[Serien] The Librarians

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Eve Baird (Rebecca Romjin) ist eine knallharte NATO-Agentin und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Bis zu dem Tag, als sie den Bibliothekar Flynn (Noah Wyle) trifft. Und schon wird Eve als Hüterin für den Bibliothekaren auserwählt, landet mitten in einer Welt voller Magie und Zauberei und muss ihr gesamtes Weltbild neu überdenken.

Flynn betreut Eve dann mit einer in der Geschichte der Bibliothekare neuen Aufgabe: Anstatt Flynn selbst zu beschützen, wie es eigentlich Eves Aufgabe wäre, soll sie eine neue Generation von Bibliothekaren aufziehen und diese auf ihre neue Arbeit als Behüter der Magie vorbereiten...

Auf "The Librarians" bin ich durch einen Blogeintrag aufmerksam geworden und dachte mir, dass das doch eine Serie sein könnte, die mir gefällt. Die ersten Folgen schwebte ich irgendwo zwischen "mögen"und "nichtmögen", den Flynn erinnert sehr stark an den Doktor aus Doctor Who. Deshalb erhielt die Serie von mir den Übernamen "American Doctor Who". 

Aber die Serie geht bald eigene Wege und obwohl das "DW-Feeling" weiterhin vorhanden ist, macht genau das "The Librarians" so sehenswert. Es ist ein ähnliches Gefühl, wie wenn man an einen fremden Ort kommt, sich aber sofort heimisch fühlt. Deshalb habe ich mich stets auf die nächsten Folgen mit den Bibliothekaren gefreut. Ausserdem sind die Leute viel weniger beeindruckt, wenn die Charaktere sagen "Ich bin ein Bibliothekar", als wenn der Doktor sagt "Ich bin der Doktor".

Zurück zum eigentlichen Thema: Eve ist Lehrmeisterin für die nächste Generation an Bibliothekaren. Bisher gab es immer nur einen Bibliothekar, meistens mit einer eher kurzen Lebensspanne. Nun sollen Cassandra (Lindy Booth), Jacob (Christian Kane) und Ezekiel (John Kim) das ändern. Die erste Staffel beschäftigt sich hauptsächlich mit Fällen, die die Lehrlinge absolvieren müssen. Ausserdem haben sie alle ihre ganz speziellen Fähigkeiten: Cassandra ist die "Mathemagierin", Jacob weiss alles über Kunst und Ezekiel ist ein Meisterdieb. Doch nun geht es für sie daran, nicht nur zu lernen, die Rolle als Bibliothekar (der magischen Geschehnissen auf den Grund geht, Wissen hütet und die Magie der Welt im Zaum hält) zu übernehmen, sondern auch als Gruppe zu funktionieren. Das ist bei diesen Figuren nicht immer einfach.

Im Gegensatz zu "Doctor Who", das vor allem mit Aliens zu tun hat und so der Gattung Sci-Fi zugeordnet werden kann, ist "The Librarians" definitiv ein Teil des Fantasy-Genres. Hier bereits beginnt der Unterschied zwischen den Serien. In der amerikanischen Sendung bekommen wir es mit Märchenfiguren zu tun, Labyrinthen, aus denen es kein entkommen gibt und den Helden aus der Arthus-Saga. Und natürlich mit jeder Menge Magie.

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Die Folgen sind originell, kreativ und meist in sich abgeschlossen, nehmen jedoch (vor allem beim Finale!) Bezug aufeinander. Die Charaktere entwickeln sich in geordneten Bahnen weiter und ein wenig Liebesgeschichte kommt auch vor. Das ergibt eine gute Mischung. Wovon diese Serie aber wirklich lebt, ist der Humor. Klar, es gibt ernste Szenen und Themen, aber die Dynamik dieser Gruppe ist so ausgelegt, dass sie nie ganz ausbalanciert ist. Das ist die Stärke der neuen Bibliothekare und erhöht eindeutig das Suchtpotential von "The Librarians". Das Zuschauen macht einfach unheimlich viel Spass!

Mein Liebing ist natürlich Ezekiel, der so sehr mit sich und der Welt im Reinen ist, dass er in einer Folge unfreiwillig als Held hervorgeht. Weil er nämlich schon die schlimmste Version seiner selbst ist :D Aber auch Cassandra hat es mir angetan. Sie scheint so verletzlich, dass schlussendlich niemand damit rechnet, dass sie auch anders kann. Zudem finde ich ihre Visionen sehr schön dargestellt. So viel Mathe...

Ich freue mich bereits darauf, irgendwann die zweite Staffel in Angriff nehmen zu können. Es ist irgendwie schade, dass die erste Staffel bloss 10 Episoden hat. Doch bereits nach so wenigen Episoden (ich schaue Anime, da sind Staffeln mit 50 Folgen keine Seltenheit) sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen und ich möchte dringend erfahren, wie es ihnen weiterhin ergeht!

Ach ja, ich weigere mich übrigens die seltsame deutsche Namensgebung zu adaptieren. Da wurde aus "The Librarians" einfach mal ein nichtssagendes "The Quest" gemacht. Wahrscheinlich sind Bibliothekare für Deutschland wohl zu wenig anziehend. Jedoch habe ich einen Blogeintrag über "The Librarians" gelesen, einen Zeitungsartikel über "The Quest" habe ich vor einigen Monaten übersprungen. Klang mir zu sehr nach einer RTL-Kinderserie. Erst hinterher fiel mir auf, dass es sich dabei um dieselbe Sendung gehandelt hat...

Kommentare :

  1. Kannte ich noch nicht, aber behalte ich mal im Auge :)

    Alerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM

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    1. Danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass ich dich auf diese Serie aufmerksam machen konnte.

      Viele Grüsse,
      Jari

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  2. Du hast bereits zwei Blog-Einträge hierzu verfasst, zu jeder habe ich meinen positiven Senf dazugegeben.

    Und auch hier, an dieser Stelle, möchte ich noch einmal kundtun:
    Die Serie gefällt auch mir außerordentlich gut, hier passt einfach alles zusammen.
    Witzig ist, bei den ersten Episoden ging es mir genau wie dir, es war so zwischen Mögen und Nicht-Mögen, also in einem guten Durchschnitt. Erst im weiteren Verlauf erkannte ich doch das enorme Potenzial dieser Serie, und hab mich dann auch erst wie daheim gefühlt.

    Mein Liebling ist Cassandra, so verletzlich, so zerbrechlich, aber, man kann sie doch leicht unterschätzen, wenn man nur diese zwei Eigenschaften hernimmt, und sie darauf versteift. Besonders beim Pilot (also der ersten Folge mit dem Schwert Excalibur) war ich doch extremst schockiert, als ausgerechnet sie die zusammengewürfelte Truppe verraten hat.

    "The Quest" als deutscher Titel war Absicht, denn die Abenteuer von Flynn (Noah Wyle) waren eine dreiteilige TV-Filmreihe, die mit "The Librarians" ihre Fortsetzung fand in Form einer Staffel-Stab-Übergabe. Damit die deutschen "The Quest"-Fans dies sozusagen mitbekommen, erhielt natürlich die Serie denselben deutschen Titel wie die Filme.

    LG
    Stephan

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    1. Das waren die Serienabend-Posts, genau. Aber da habe ich ja nur angeschnitten und hier kommt die ganze Rezension. Schliesslich soll jede Serie ihren eigenen Rezi-Post bekommen.

      Schön, dass es dir so erging wie mir! Es hat doch immer etwas Spezielles an sich, wenn man erst im Verlauf der Geschichte merkt, was man da Tolles vor sich hat.

      Ja, das hätte ich auch nicht gedacht und sie scheint später auch immer wieder daran zu denken. Ich kann sie irgendwie verstehen. Hätte ich in ihrer Situation anders gehandelt? Wohl eher nicht.

      Danke für die Erklärung, so macht das Ganze natürlich schon mehr Sinn. Aber mir gefällt der ursprüngliche Titel immer noch besser.

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    2. Gern geschehen. Auch ich muss dir verraten, dass mir der Originaltitel mehr zusagt. :-)

      Mir ist schon klar, dass jede Serie ihren eigenen Rezi-Post bekommt, aber bereits bei deinen zwei Serienabend-Posts habe ich bereits so viel an Kommentar geschrieben, dass mir beinahe für den Rezi-Post nichts mehr eingefallen wäre. :-)

      Ich denke, wenn es um das eigene Überleben geht, würde sicher jeder so Denken und Handeln wie Cassandra.

      LG
      Stephan

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    3. Du darfst dich bei mir auch gerne wiederholen ;)
      Genau und das macht sie mir sympathisch. Sie ist nicht perfekt und ich mag Charaktere, die auch mal Fehler machen können. Vor allem, wenn sie es dann zugeben können. Cassandra ist echt stark!

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