[Serien] Psych Staffel 1 - 8

I've heard it both ways.

Shawn Spencer (James Roday) ist mit einem unglaublichen Talent gesegnet, doch anstatt wie geplant in die Fussstapfen seines Vaters zu treten, treibt es den jungen Mann mal hierhin, mal dorthin. Als er jedoch als Verdächtiger von der Polizei festgenommen wird, muss Shawn sich etwas einfallen lassen. Kurzerhand erzählt er, dass er ein Medium sei und mit den Geistern kommunizieren kann. Dass er einfach nur eine extrem gute Beobachtungsgabe hat, lässt er unerwähnt. Dies ist die Geburtsstunde von "Psych", der Detektei, die Shawn nun zusammen mit seinem besten Freund Gus (Dulé Hill) führt...

Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an Stephan, durch den ich erst auf diese tolle Serie aufmerksam geworden bin. Tatsächlich habe ich nun lange Zeit mit Shawn und Gus verbracht und kann es noch immer nicht so ganz glauben, dass ich nun alle Staffeln durch habe. Die Jungs haben mich stets begleitet und waren immer für mich da, vor allem dann, wenn es mir nicht so gut ging. Eine Portion Shawn tut in solchen Momenten einfach gut!

Ich habe diese Typen echt lieb gewonnen und das, obwohl ich anfangs etws Mühe mit Shawn hatte. Ein typisch amerikanischer Schnorrer, Hauptsache, grosses Mundwerk - der Rest geht schon irgendwie. Und genau das ist Shawn auch. Aber man kann ihm einfach nicht böse sein, man muss ihn einfach irgendwie gern haben.

Die Figurenkonstellationen sind ziemlich fest. Shawn stürzt sich ins Abenteuer/Unglück und Gus rennt mehr oder weniger freiwillig mit. Anfangs ändert sich daran auch nicht viel, aber im Verlaufe der Staffeln kommt mehr und mehr Charakterentwicklung ins Spiel. Vor allem kommt Gus ganz langsam und vorsichtig aus seiner Opferrolle heraus. Auch die anderen Figuren reifen mit den Jahren, Beziehungen verändern sich, sogar Shawn wird reifer. Ein kleines bisschen zumindest.


Die Fälle, die Shawn und Gus zu lösen haben, sind sehr abwechslungsreich. Meistens geht es um Mord, dabei wird auch schon mal der Mord an einem Seehund aufgeklärt. Aber auch Entführungen und Kunstdiebstähle kommen zum Zug. Es wird also nie langweilig und jede Folge bietet etwas Neues, wobei man natürlich gewohnten Pfaden folgt (siehe oben).

Lustig sind in "Psych" natürlich nicht nur die typischen Gags und Wortwechsel (zwischen Shawn und Lassie - grossartig!), sondern auch die vielen, vielen Filmanspielungen. Gus trägt in jeder Folge einen anderen, auf einem Film basierenden Namen. Ausserdem gibt es ständig Inside-Jokes. Leider kenne ich die wenigsten der genannten Streifen, aber das macht nichts. Umso grösser die Freude, wenn man mal weiss, wovon die Rede ist. Online habe ich eine Liste mit den in "Psych" erwähnten Filmen gefunden - darauf sind über 400 Titel verzeichnet. Die Liste ist nicht vollständig...

Das Titellied "I Know, You Know" gibt die heitere, unkomplizierte Stimmung dieser Serie sehr gut wieder. Und oft wird das Lied auch dem Inhalt angepasst. Da die Serie auch oft Hommgen an berühmte Filmklassiker darstellt, kann das Intro mal schwarz-weiss, mal auf spanisch oder wie auch immer daherkommen.

Ach ja, falls ihr "Psych" schaut: haltet nach der Ananas Ausschau. Die ist immer irgendwo anzutreffen.

Wie man also merkt, ist diese Sendung äusserst verspielt und mir gefällt das sehr. Wie gesagt, immer, wenn ich traurig oder mies drauf war, hat mich "Psych" wieder zum Lachen gebracht. Es ist eine jener Wohlfühlserien, bei denen man sich wie in einer grossen Familie fühlt. Man kann mal einige Jahre keinen Kontakt gehabt haben, aber ich weiss, wenn ich sie brauche, sind sie alle für mich da.

Trotz des Humor und der Witze nimmt die Serie mit der Zeit auch mal ernstere Töne an. Ob in einzelnen Szenen oder ganzen Folgen. Das gehört zur Entwicklung des Konzeptes und der Figuren. Es tut gut, zu sehen, dass die Jahre vergehen und die Charaktere sich ebenfalls verändern, dass sie aus ihren Fehlern lernen und ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Sehr schön finde ich dabei die Beziehung zwischen Shawn und seinem Vater dargestellt.

Überhaupt weist "Psych" eine grosse Rate an äusserst spannenden und faszinierenden Charakterbeziehungen auf. Natürlich ist Shwan der Mittelpunkt des Ganzen, er ist der Kitt, der alle zusammenhält. Ohne ihn wären die meisten Figuren gar nicht dort, wo sie nun stehen. Aber auch Juliets Beziehung zu ihrem Vater, obwohl nur ein paar Mal thematisiert, hat einen grossen Einfluss auf den Handlungsverlauf.

Nun denn, ich könnte noch stundenlang über "Psych" schreiben, aber da ich selbst kein Fan allzu ausfühlicher Einträge bin, trete ich mal auf die Bremse. Ich denke, es ist ersichtlich, dass mir "Psych" extrem gut gefallen hat und sich in die Ränke einer Lieblingsserie hochgearbeitet hat. Das ganze Psych-Team hat einen grossen Platz in meinem Serienherzen erobert und ich denke, sie werden diesen Platz sehr erfolgreich verteidigen.

PS: Woody ist der grösste!


Kommentare :

  1. Gern geschehen. :-)

    Ich stieß auf die Serie "Psych" nur zufällig. Ich kannte sie zwar, habe sie aber selber im Fernsehen noch nicht gesehen (lief beziehungsweise läuft abwechselnd auf den Sendern RTL und Super RTL). Eines Tages las ich in einer meiner DVD-Zeitschriften über die Veröffentlichung der fünften Staffel, so wie auch eine Inhaltsangabe der einzelnen Folgen darin. Da wurde erwähnt, dass in dieser fünften Staffel es eine spezielle Hommage-Episode gibt, und zwar zu David Lynch's "Twin Peaks", aufgrund dessen musste ich sie mir kaufen. Und siehe da, ich habe den Kauf keineswegs bereut (was bei mir bei Filmen und Serien eigentlich selten bis gar nicht vorkommt *g*). Und ich konnte dir sogar eine neue Lieblingsserie näherbringen, was mich extremst freut. :-)

    Was ich äußerst rührend fand war, als ich in deiner Rezi las, dass dir die Serie auch über schlechte Tage hinweggeholfen hat. So etwas rührt mich echt zu Tränen, da schwärme ich dir gegenüber ein paar Mal über diese Serie, du probierst sie daraufhin auch aus, und auf einmal entsteht daraus so etwas Wundervolles. Hach. :D

    Mögest du noch viele weitere schöne Stunden bei einer (oder gar mehreren) Rückkehr zu Gus und Shawn verbringe. ;-) :-)

    LG
    Stephan

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    1. Oh ja, ich erinnere mich an diese Episode! Von den Hommagen gibt es ein paar und das merkt man gleich zu Beginn der Folge, weil dann alles irgendwie anders ist. So kommt man auch drauf, wenn man das Original, das dargestellt wird, gar nicht kennt.

      Ja, das ist wirklich etwas Wundervolles - deshalb bin ich dir wirklich sehr verbunden, dass du die Serie vorgestellt hast. Ansonsten hätte ich echt etwas verpasst!

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    2. Ich war ja total erstaunt, als ich bei dir las, dass angeblich ganze 400 Filme in dieser Serie Verwendung fanden. Alle Achtung, so etwas schafft nicht einmal eine Filmparodie. :-)

      Mir persönlich gefällt sowas. Ich mag es, wenn ich eine Hommage, eine Parodie, was auch immer vorfinde, und ich erkenne das Original. Ich mag es allerdings auch, wenn ich zuerst eine Parodie, eine Hommage, was auch immer sehe, und danach das Original zum besseren Verständnis.

      Heuer konnte ich erst so eine tolle Erfahrung machen. Ich kenne sehr, sehr viele Parodien auf "The Rocky Horror Picture Show", habe aber das Original noch nie gesehen. Heuer, also im Jahr 2016, war es dann so weit, und ich konnte zum allerersten Mal in meinem Leben das Original-Musical "The Rocky Horror Picture Show" mir im Fernsehen ansehen. Und zu meiner persönlichen Freude konnte ich nicht nur das Verständnis für alle diese allen voran Parodien nachholen, sondern zusätzlich durfte ich noch andere Anspielungen endlich verstehen.

      Umgekehrt war es aber auch schon der Fall. Wenn ich dich und deine Tipps nicht hätte, dann hätte ich nicht noch tiefer in diese schöne Film- und Serienwelt eintauchen können. :-)

      LG
      Stephan

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    3. Gut, Psych hatte auch etwas mehr Zeit zur Verfügung als eine 90-minütige Parodie :)

      Die Rocky Horror Show möchte ich auch endlich mal sehen! Eine sehr schöne Geschichte, von der du berichtest. So machen Filme gleich noch mehr Spass!

      Oh, das freut mich sehr zu hören :)

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