[Anime] The Seven Deadly Sins

Ich gebe nun gleich zu, dass ich nach der ersten Episode noch nicht vollkommen überzeugt war von "The Seven Deadly Sins", aber jetzt totaler Fan dieser Serie bin.
Früher waren die Mitglieder der "Seven Deadly Sins" hoch angesehene Heilige Ritter, doch dann wollten sie den König stürtzen und gerieten in Verruf. Seither sind 10 Jahre vergangen und keiner weiss, wo sich die Deadly Sins aufhalten. Doch in grösster Not macht sich Brintannias Prinzessin Elisabeth auf, die Deadly Sins zu suchen...
Nach der ersten Folge war ich, wie bereits gesagt, noch nicht vollends überzeugt. Der Anime wirkte auf mich wie ein typischer Mittealter-Fantasy-Anime. Und ja, der Animationsstil mit satten Farben bewegt sich ebenfalls auf dieser Ebene. Ebenso konnten sich die Figuren noch nicht wirklich zeigen, dass sie keinen Eindruck auf mich hinterlassen haben.

Aber irgendetwas war da... und so schauten wir weiter und weiter und weiter. Bis ich feststellen musste, dass mir "The Seven Deadly Sins" wirklich gut gefällt. Grundsätzlich ist die Animeserie mit den typischen Elementen eines Shounen-Mangas ausgestattet (Shounen = Junge). Es kommt zu vielen Kämpfen, Themen wie Freundschaft und Treue werden angesprochen, der Humor kommt auch nicht zu kurz und natürlich gibt es auch eine Portion Fanservice.


Doch hier hebt sich "The Seven Deadly Sins" angenehm von der grossen Masse ab: Die Dauer der Kämpfe hält sich in Grenzen. Nur der Schlusskampf dauert über mehrere Episoden, doch werden hauch da immer wieder ruhige Verschnaufpausen gegönnt, was sehr angenehm ist. Der Fanservice wird hier als humoristisches Element eingebaut und kommt nur sehr dezent vor. So konnte sogar ich als Frau mich darüber amüsieren, wie Hauptperson Meliodas sich an Elisabeth ranmacht.

Was mir aber wirklich gefallen hat, sind die einzelnen Figuren. Lernen wir erst nur Meliodas kennen, kommen im Verlaufe der Serie immer mehr Gruppenmitglieder hinzu. Mit der Zeit kommen die  Vergangenheiten der Charaktere zum Tragen und so erfährt auch der Zuschauer, weshalb sie sich so verhalten, wie sie es tun. Auch die Gruppendynamik verändert sich so stetig, sodass es niemals langweilig wird.

Spannend bleibt es auch, weil es immer wieder zu Plottwists kommt oder Figuren sich weiterentwickeln. Mir gefallen solche Geschichten sehr, da es immer wieder Neues zu entdecken gibt und nichts so ist, wie es scheint.


Die Hintergründe sind sehr schön gestaltet, hier hat man sich wirklich Mühe gegeben. Auch die Musik passt sehr gut. Wobei mir für meinen Geschmack die Intros und Endings zu oft gewechselt wurden. Überhaupt lässt man viel Spielzeit mit Rückblenden, Intro 1, Intro, Outro und Ausblick vergehen.

Was die deutsche Synchro betrifft ist diese wie bei den meisten Anime: unteres Mittelmass. Nachdem wir dann die japanische Version gehört hatten, entschieden wir uns dazu, die Sins auf Italienisch weiterzuschauen, weil die Italiener die beste Vertonung bieten. Nur hier passen die Stimmen auch wirklich zu den Figuren.

Der Anime basiert auf der Mangareihe von Nakaba Suzuki und wurde vom Studio A1 produziert. Im Westen hat sich Netflix die Rechte unter den Nagel gerissen. Die zweite Staffel ist zudem auch schon abgedreht und kommt wahrscheinlich auch noch dieses Jahr zu uns.

Und ja, ich freue mich schon darauf, zu erfahren, wie es weitergeht. Staffel eins ist in sich abgeschlossen, obwohl die Sins auf ein neues Abenteuer geschickt werden. Doch alle Fragen werden beantwortet (naja, fast alle) und man kann gut mit der Serie abschliessen.


Intro Nr. 2 ist auch im original auf Englisch und hat mir sehr gut gefallen:

Kommentare :

  1. Von dieser Serie habe ich schon mal gelesen. Liest sich faszinierend, was du geschrieben hast.

    Letzten Freitag habe ich mich auf dem Fernsehsender PRO7MAXX mal wieder an einer Episode einer Anime-Serie gewagt. Die Serie hieß: "Yu-Gi-Oh! ARC-V".
    Der Kampf, welcher in dieser Folge stattfand, war spannend anzusehen, logischerweise habe ich überhaupt nichts verstanden, diese Karten, diese Figuren, diese Spielregeln, kannte ich alles nicht. "Lost in Translation", aber im Kopf, sage ich hierzu nur. :-)

    Ich muss endlich anfangen, mich mehr mit der Materie Anime zu beschäftigen, damit mir die Welt nicht ganz so fremd vorkommt.

    Ich glaube, mein größtes Problem ist, dass sich ein einzelner Kampf über mehrere Episoden zieht, weil ich so etwas einfach nicht gewohnt bin, weil in anderen Serien ist sowas innerhalb einer Episode eigentlich erledigt.

    LG
    Stephan

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    1. Freut mich zu hören :)

      Ach ja, das gute alte Yu-Gi-Oh... davon war ich ja mal richtig Fan. Die neuen Staffeln kenne ich aber nicht. Irgendwie bleibt ich lieber beim Original.

      Das mit den langen Kämpfen ist leider in vielen Anime gang und gäbe. Auch mir misfällt das teilweise. Dragon Ball Z ist da das beste Beispiel. Deshalb haben mir die Sins gut gefallen. Über 20 Folgen lang nur kurze und abgeschlossene Kämpfe.

      Da dann auch noch einsteigen zu wollen ist ziemlich schwierig. Bei Anime ist es meistens am besten, bei Folge 1 anzufangen und chronologisch zu schauen.

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    2. Dass mit bei Folge 1 anfangen und chronologisch schauen ist mir bereits selber aufgefallen. :-)

      Bei einer meiner unzähligen Heft-Beilagen-DVDs war mal von einer Anime-Serie die erste Folge drauf, sozusagen als Appetit-Anreger. Ihr Name: "Soul Eater". Da ich von dieser Serie lediglich die allererste Folge überhaupt kenne, denke ich, wäre sie somit ein sehr guter Einstieg in die Welt der Animes. :-) Diese gesehene Folge hat mir auch richtig gut gefallen.

      LG
      Stephan

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    3. "Soul Eater" ist klasse! Und auch ein guter Einstieg. Wobei man hier leider mit der Zeit auch das Problem der ewigen Kämpfe hat. Aber bei den Shounen-Titeln (Zielgruppe Jungs & Männer) kommt man da fast nicht drum herum...

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    4. Danke für die Info. :-)

      Vielleicht ergibt sich ja noch eine andere Serie. Oder ich mache mit den Filmen weiter, denn auf diesem Anime-Gebiet konnte ich ja bereits einige Erfahrungen sammeln.

      LG
      Stephan

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    5. Irgendwas ergibt sich bestimmt :) Und die Filme sind keine schlechte Alternative.

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