[Blogparade] If I had a TARDIS...

Eigentlich sollte ich mal wieder anderes machen... Das neue Spiel des Lebens zum Beispiel. Oder die Rezis zu den in den Ferien geguckten Filmen. Was mache ich? Ich klau mir ein Stöckchen und spiele lustige Gedankenspiele...

Bei Wortmann bin ich auf das Stöckchen (ja, ich bin faul und poste es unter "Blogparade", was soll's) von Nydamit gestossen und irgendwie mag ich Dr. Who doch ein klein wenig und irgendwie habe ich mich ja auch schon gefragt, wohin ich reisen würde, wenn ich könnte. Wobei es bei mir wohl eher so aussehen würde:

 

Aber lassen wir die Realität mal aussen vor. Hier sind die Regeln von Nydamit:

- Man darf mit der TARDIS sieben Reisen unternehmen. ABER:
  • man bleibt auf der Erde
  • man darf nur in die Vergangenheit reisen
  • man kann nicht in die Geschehnisse eingreifen
  • keine Aliens (phuu!)
Wohin würde ich reisen?
  1. In die Zwischenkriegszeit
    In den 20ern muss eine ganz bestimmte Stimmung geherrscht haben. Ein Krieg vorbei, aber der nächste steht schon vor der Türe. Schillernde Klamotten, Gatsby und Musik. Aber vor allem möchte ich in einem dieser schicken Automobile rumfahren, falls das denn erlaubt ist ;)

  2. In die wilden 70er
    Der Vietnamkrieg, Demos und Flowerpower - wie lebt es sich so als Hippie? Wie fühlt es sich an, Teil einer so grossen Bewegung zu sein? An etwas zu glauben und gemeinsam dafür zu kämpfen? Eine Generation, die so viel bewegt hat und so anders ist, als die, in die ich hineingeboren wurde.

  3. Das viktorianische London
    Erklärt sich eigentlich von selbst, nicht wahr? London im 21. Jahrhundert ist toll und grandios, aber die viktorianische Zeit hat diesen ganz besonderen Flair. Dreckig, verraucht und geheimnisvoll, mysteriös.

  4. Die Französische Revolution
    Ich bin zwar kein Freund der Franzosen oder ihrer Sprache, aber diese Revolution hat grosse Veränderungen über Europa gebracht. Da wäre es bestimmt spannend, mal etwas von dieser Zeit mitzuerleben.

  5. Japan vor der Öffnung zum Westen
    So viele Traditionen, eine Gesellschaft, die so ganz anders funktioniert, als unsere. Durch Edo schlendern, Teezeremonien beiwohnen, ganz ohne die High Tech-Geräte von heute. Das muss wirklich eindrücklich sein!

  6. Der Mauerfall
    Umstürtze scheinen eine gewisse Faszination auf mich auszuüben ;) Ich finde es wirklich schade, dass ich 1989 noch viel zu klein war, um überhaupt irgendwas mitzubekommen. Dafür ist der Mauerfall ein weiterer grosser Punkt in der Geschichte Europas und der Welt.

  7. Familienbesuch
    Man darf ja nur zugucken, aber ich würde trotzdem mal einen Tag meiner Grossmutter väterlicherseits erleben. Angeblich habe ich recht viel von ihr geerbt und mich würde es sehr interessieren, wie ihr Leben damals ausgesehen hat.
Jetzt seid ihr dran - wo würdet ihr hinreisen, wenn ihr eine TARDIS hättet?

Kommentare :

  1. London wäre bestimmt interessant.
    Die 20er Jahre waren allerdings auch geprägt von großer Arbeitslosigkeit...

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    1. Ein sehr starker Kontrast, der sicherlich auch Eindruck hinterlassen wird.

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    2. Da wirst du wohl recht haben :)

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  2. Die Einschränkungen machen die Vorgabe leider irgendwie langweilig :(

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    1. Liegt vielleicht daran, dass es ähnliche Stöckchen bereits gibt und jeder nach Hogwarts oder in seine eigene Zukunft reisen würde :) Von daher ist diese Version ein wenig anders.

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  3. Und noch mehr interessante Ideen... :D
    Beim viktorianischen London wäre ich auf jeden Fall dabei, das gehört zu meinen Lieblingssettings und ist allein atmosphärisch schon extrem faszinierend. Bei Japan oder der "Zwischenkriegszeit" (am besten in den USA) wäre ich auch dabei!

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    1. Dann können wir uns ja eine TARDIS teilen ;)

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  4. Ich würde spontan meinen, ich würde gerne live die 50er-Jahre miterleben.

    Wieso?
    Nun, ich bin ein Mensch, der nach einem strikten geschaffenen Konzept vor sich hinlebt, ich mag es, ein routiniertes, durchorganisiertes Leben zu leben. Ich bin ein Mensch, der als Kind und auch als Jugendlicher, und schon gar als Erwachsener lieber zuhause bleibt, als Party zu machen, ich bin sehr introvertiert, also würde ich logischerweise mir das Leben der Erwachsenen, und nicht der Jugendlichen ansehen, die ja in den 50er-Jahren anfingen, Regeln aufzustellen, sozusagen eine Gesellschafts-Revolution zu starten.

    Regeln, koordiniertes Leben, ..., für einen wie mich eine Art Paradies, und für mich wird diese Lebensweise perfekt in den 50er-Jahren verkörpert, gelebt.

    Aber zwei Dinge sagen mir dennoch nicht zu, sowohl heute, als auch in den 50er-Jahren:
    Zum einen dass, besonders Frauen gegenüber, äußerst gemeine Rollenbild von Mann und Frau, sowie das Einmischen, oder gar das Vorbestimmen, in das Leben von anderen.

    Ich habe immer Angst, dass solch eine Persönlichkeitsentfaltung, wie die meine eben, negative Auswirkungen auf mich hat, dass ich für meine Art leben zu wollen, entweder ausgelacht, oder verurteilt werde, seid also bitte nicht zu gemein zu mir. Wieso ich diese Zeilen gerade geschrieben habe? Während meiner gesamten Schulzeit wollte ich bereits unbedingt mein Leben leben, und im Schulalter versteht man es nicht, also war ich logischerweise das Opfer von Veräppelungen, und aus diesem Grund habe ich alles mit Absicht von der Schulzeit vergessen, was leider leichter gesagt als getan ist. Manchmal tut es auch heute immer noch ziemlich weh. :-(

    LG
    Stephan

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  5. In die 50er würde ich auch gerne reisen, aus denselben gründen, die du gennant hast. Ich glaube irgendwie, dass ich mich in dieser Zeit recht wohl fühlen würde. Trotz der geringen Stellung der Frau.

    Auch ich bleibe lieber zu Hause, als gross auszugehen. Grosse Menschenmassen machen mir Angst (Soziophobie) und ich hatte es deswegen auch oft schwer. Unsere Gesellschaft basiert auf Extrovertiertheit, was es uns oft nicht leicht macht :/

    Viele Leute scheinen es auch nicht zu verstehen, dass manche einfach lieber ihre Ruhe haben und es als Anstrengung empfinden, ständig von Leuten umgeben zu sein. Da kann es rasch zu Missverständnissen und ungewollten Verletzungen kommen...

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    1. Toll beschrieben, endlich einer, der auch mich und meine Phobien versteht - und anscheinend sogar dieselben hat wie ich - Danke. :-)

      LG
      Stephan

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    2. Danke auch dir für deine Offenheit :) Es tut gut, sich austauschen zu können und zu wissen, dass man nicht alleine ist :)

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    3. Und wie gut das tut. :-)

      LG
      Stephan

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