[Filme] Girls against Boys

"Girls against Boys" erinnert grob an den Film "Nurses", nur ohne chirurgisch veränderte Gesichter. Ansosnten läuft eigentlich das bekannte Programm ab:

Nachdem Shae nach einer wilden Party vergewaltigt wird, wendet sie sich an ihre neue Freundin Lu und die findet die perfekte Lösung: Töten wir alle beteiligten Männer.

Auch was die Figurenkonstellation betrifft, erinnert dieser Film stark an "Nurses". Lu nimmt Shae unter ihre Fittiche und führt sie in eine neue, spannende Welt (übers Wochenende, am Montag ist alles wieder gut). Aber als Shae sich von Lu entfernt, wird diese immer eifersüchtiger.

Die Schauspieler befinden sich im Mittelmass, für diese Art von Film sind die Rollen jedoch ziemlich gut besetzt. Danielle Panabaker (Shae) hat sogar einen gewissen Bekanntheitskreis. Leider jedoch nehme ich ihrer Figur die Rolle des vergewaltigten Mädchens einfach nicht ab. Aber diese Vergewaltigung war wohl einfach nur Mittel zum Zweck. Immerhin muss ja etwas passieren, damit ein Mädchen zur Mörderin wird. Und da der Film sowieso stark auf Sex aus ist, kann man es gleich so aufziehen.

Ansonsten ist es ein Film, den man sich anschaut und vergisst. Nur die Tatsache, dass in diesem Film lauter Hochbegabte rumlaufen, ist interessant. Oder lassen die in Amerika wirklich lauter 12- und 14-Jährige an die Uni? 

Es gibt zwar ein paar blutige Szenen, aber meistens verlieren diese an Schockeffekten, weil es einfach ein paar logische Löcher zu viel hat. Ernst nehmen kann man "Girls against Boys" also nicht wirklich. Auch, weil es gar kein richtiges "gegen" gibt - es werden einfach ein paar Jungs abgemurkst.

Bechdel-Test: naja-bestanden
Erst dachte ich tatsächlich, dass dieser Film der erste hier ist, der besteht. Aber er tat es doch nicht. Natürlich reden Lu und Shae oft miteinander - über Jungs. Nur in einer Szene reden sie kurz über etwas anderes (als Shae meint, die Morde würden ihr nichts bedeuten). Als Shae an die Uni zurückkehrt, fragt ihre Mitschülerin sie nach ihrem Befinden und was sie am Wochenende gemacht hat. Also ein Fall für Bestanden. Nur die Mitschülerin hatte keinen mir bekannten Namen. Wobei es gut sein kann, dass dieser einmal erwähnt wurde, ich es aber verpasst habe. Laut Wikipedia heisst sie wohl Karen, aber als ich den Namen las, dachte ich erst einmal: "Wer ist Karen?" Für  mich also leider nicht wirklich bestanden.

Kommentare :

  1. Obwohl du mit deiner Rezi recht hast, mir hat dieser Film sehr gut gefallen, was aber daran liegen mag, dass ich Kunstfilme besonders mag, und der hier gehört definitiv in diese Kategorie, obwohl hier wieder einmal von Seiten des Verleihers angenommen wird, Sex, Gewalt und Blut verkauft sich besser, denn Trailer, Cover und Poster suggerieren etwas anderes.

    LG
    Stephan

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    1. Als Kunstfilm habe ich diesen Streifen gar nicht betrachtet. Wobei mir der Begriff "Kunstfilm" auch eher fremd ist. Mir sind halt doch vor allem die sexuellen Szenen und ein paar Gemetzel im Kopf geblieben. Zur Verteidigung von GvB kann ich sagen, dass er besser war als "Nurses" ;) Und Lu ist wirkich eine hübsche Frau.

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  2. Also ich behaupte weiterhin, dass "Girls against Boys" sehr gut im Arthouse-Kino aufgehoben wäre.

    Seltsam, mir sind die sexuellen Szenen und die paar Gemetzel gar nicht aufgefallen, ich war zu sehr geflasht von Musik und Zeitlupen. :-)

    Ob "Girls against Boys" besser ist als "Nurses" kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

    Schönheit liegt im Auge des Betrachters heißt es doch, und für mich sind ehrlich gesagt keine der beiden Damen attraktiv.

    LG
    Stephan

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    1. Mir sind dafür die Musik und die Zeitlupen kaum aufgefallen *hust* Ich steh noch am Anfang, vielleicht fällt mir sowas später dann auch auf?
      Dann ist ja gut - somit streiten wir uns nicht um die Damen ;) :D

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    2. Jeder Mensch ist ein eigenes Individuum, was natürlich gut ist, und jeder sieht und registriert Filme und Serien beispielsweise anders, dem einen fällt Dieses und Jenes auf, dem anderen dafür etwas anderes, ist einfach so, aber so entstehen dann solch schöne Diskussionen darüber. :-)

      Dann gibt es wenigstens ein Streitthema weniger. :D

      LG
      Stephan

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    3. Genau so ist es. Und wenn man auf einem angenehmen Niveau diskutiert, macht dieser Austausch mit anderen sehr viel Spass :)

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